Und warten und warten..... Tapfer hielten wir Stellung und liessen uns unsere Nervosität nicht anmerken. Nach ca. 1 1/2 Stunden wurden wir immer mutiger und winkten sowohl den Touribussen wie auch den Minibussen. Und tatsächlich hielt ein leerer Minibus an und fuhr uns bis nach Koi Loi wo wir auf den normalen Linienbus umsteigen konnten. Der kam dann auch wirklich 5 Minuten später und war sogar sehr luxuriös. Organisiert hätten wir ca. 800 Bath pro Person bis nach Krabi bezahlt und so haben wir nur ca. 400 Bath zusammen bezahlt. Ein Unterschied von ca. 12 CHF aber heee wir sind ja Budgettraveller.
In Krabi ging es dann direkt weiter nach Koh Lanta mit Minibus und Fähre. Koh Lanta empfing uns mit einem starken Regen was unsere Mundwinkel herunterhängen liess. Vor allem die Hotelsuche gestaltete sich wieder einmal als Herausforderung an die Beziehung. Klitschnass und verkracht haben wir doch noch eine wunderschöne Anlage mit Bungalows direkt am schönen Sandstrand gefunden. Die wirkliche Schönheit dieser Anlage haben wir jedoch erst im Sonnenschein wahrgenommen. Da Cornel von nichts anderem mehr als vom Tauchen redete, zerrte ich ihn in einen Tauchshop und meldete ihn für den Open Water Tauchkurs an. Schon Stunden später paukte er fleissig in seinem Tauchtheoriebuch. Wir sind nun schon fast drei Monate für 24 Stunden zusammen. Der erste Tag alleine viel mir dann schon etwas schwer, wenn ich ehrlich sein darf. Ich konnte mich dann aber mit Sonnenbaden, Lesen und Schreiben schnell über den Verlust hinwegtösten.
Am nächsten Tag kam dann die Stunde der Wahrheit und ich durfte auch Tauchen gehen. Da Cornel einen Tauchlehrer fuer sich alleine hatte, konnte ich gleich mitgehen und ein paar Auffrischungsübungen mitmachen. Während Cornel sehr relaxed vor sich hin schwamm, war ich immer noch etwas nervös. Die paar schlechten Taucherfahrungen spuckten noch immer in meinem Kopf herum. Wir sahen jedoch beim zweiten Tauchgang sogar einen Leopardenhai und da war meine Tauchfreude wieder zurück. Todmüde aber glücklich assen wir am Abend direkt am Strand unser feines Thai Nachtessen. Am nächsten Tag ging es nochmals aufs Schiff. Cornel hatte seine Abschlussprüfungen und ich meine zwei Funtauchgänge. Nur die dunkle Höhle war dann doch zu viel des Guten. Meinen PADI zog ich an den Flossen zurück und deutete ihm dass wir einen anderen Weg nehmen sollen. Cornel hat die Prüfungen mit Bravour bestanden (auch die Höhle) und am folgenden Tag ging er dann schon auf einen Deepdiver Kurs. Zum Thema Prüfungen.... Der Streber Cornel scheint seine Prüfungen und Diplome sowieso immer auf die leichte Schulter zu nehmen. Für einen glatten 6er für die Diplomarbeit zum Wirtschaftsingenieur zuckt er nur mit den Schultern.
Nach unseren Taucherlebnissen brauchten wir dann noch ein bisschen Erholung und gingen die einsamen Strände erkunden. Cornel stellte sich natürlich wieder als sehr guter Motorbikefahrer zur Verfügung. Wir fuhren bis an den südlichsten Spitz der Insel herunter. Dort gab es einen wunderschönen Nationalpark mit einem Leuchtturm. Erfolgreich maertete ich denn Eintrittspreis von 400 Bath pro Person auf 100 Bath pro Person herunter. Auf dem Rückweg über holprige Naturstrassen wurden wir noch von einem heftigen Gewitter überrascht aber inzwischen haben wir ja sowieso Schwimmhäute zwischen den Fingern. Und dann hiess es schon wieder Abschied nehmen von unserem kleinen Paradies. So lange waren wir noch nie an einem Ort. Weiter ging es mit Minibus und Super VIP Bus nach Singapore.




