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Saigon

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Nach nur 4 Stunden im Bus sind wir in Saigon (sorry Ho Chi Minh City) eingetrudelt. Nach nur 5 Minuten war die ganze Erholung von Mui  Ne  schon wieder verbraucht.... Die  Grossstadt empfing uns mit lautem Verkehr und endlosen Häuserschluchten. Der Verkehr soll noch schlimmer als in Hanoi sein. Davon wurden wir aber verschont da gerade Freitagabend war und das Wochenende vor der Tür stand. So schlimm fanden wir nähmlich die Horden von Mofafahrern gar nicht. Vielleicht sind wir ja auch schon richtig abgehärtete Traveller. So haben wir uns auch aufgemacht etwas von der Vergangenheit Vietnams zu erfahren. Die Tunnels von Cu Chi wo die Viet Cong vor den Toren von Saigon erbitterten Widerstand leisteten. Jetzt laufen Horden von Touristen durch das einstmal hart umkämpfte Gebiet. Unser Guide war ein ehemaliger Soldat und lies uns ein wenig erahnen was die Menschen zu dieser Zeit durchgemacht hatten. Uns genügte bereits 100m in den engen Tunnels um sehnsüchtig nach frischer Luft zu schnappen. Der Stadt Saigon gönnten wir auch noch einen Tag. Auch wenn dieser eigentlich weniger den Sehenswürdigkeiten galt als den modernen Einkaufszentren. Unter Tannenbäumen und Weihnachtsliedern streiften wir den Regalen entlang. Nach wochenlangem Reisen fast ein wenig "to much" diesen Luxus zu sehen. Wiedereinmal stellte sich heraus, dass wir keine Stadtmenschen sind. Die Sanduhr für den Ablauf des Visums in Vietnam tickte sowieso unerbittlich und wir nahmen die letzte Tour in diesem Land unter unsere Hintern. Mit Bus und Booten durch das Mekong Delta. Mit den vielen verschiedenen Flussarmen haben wir schnell die Orientierung verloren. Die Menschen leben vom, am und auf dem Wasser. Auf den "Floating Markets" wird auf den Booten alles feil geboten während im Fluss ein totes Schwein vorbei schwimmt. Das Wasser wird auch zum Kochen, Trinken und als Toilette gebraucht.... Dies aber "nur" von den Ärmsten, die sich nicht mal Land leisten können und auf Hausbooten auf dem Fluss leben. Auch hier ist Arm und Reich nahe beieinander und so greifbar. Wir als Touristen  fahren  vorbei und können nach kurzer Zeit wieder in unseren sichern Hafen entfliehen. Gerade zur Weihnachtszeit gibt einem solche Erlebnisse zu denken.

Nach drei Tagen mit Flussfahren hatten wir nun endgültig genug vom Mekong. Der Grenzübertritt nach Cambodia lief für uns problemlos. Nur die Engländerin vor mir hatte mehr Probleme. Ihr erster Schritt nach der Grenzschranke nach Cambodia endete in einem Kuhmist....Und so nahmen wir von Vietnam Abschied und machten uns natürlich auch noch über dieses Land Gedanken. Den schlechten Start konnten wir mit einem schönen Ende wett machen. Wir fühlten uns oft als menschliche ATM´s was uns manchmal ein bisschen sauer aufstiess. Aber der Charme von Vietnam hat auch uns eingefangen.